Eine Zylinderkopfdichtung muss fest aufsitzen, um eine entsprechende Abdichtung zu gewährleisten. Dabei ist es wichtig, die Schrauben in der richtigen Reihenfolge und mit der richtigen Stärke anzuziehen.
Die Zylinderkopfdichtung befindet sich als Abdichtung zwischen dem Motorblock und dem Zylinderkopf. Ihr kommt eine wichtige Funktion für das Funktionieren des Motors zu, da sie den Brennraum, in dem der Verbrennungsvorgang abläuft, nach oben abdichtet. Sollte die Dichtung aufgrund von Schäden oder Verschleiß gewechselt werden müssen, sind besonders bei der Montage der neuen Dichtung einige Dinge zu beachten.
Zunächst einmal muss sichergestellt sein, dass die Auflageflächen für die Dichtung absolut sauber sind und keine Rückstände der alten Dichtung oder andere Verunreinigungen vorhanden sind. Dann muss darauf geachtet werden, dass die Dichtung richtig herum eingebaut wird. Da es für jeden Motor eine andere Zylinderkopfdichtung gibt, sind besonders auch die Positionen der Aussparungen für die Schrauben richtig zu platzieren.
Wird der Zylinderkopf dann wieder zusammengebaut, so muss die Dichtung möglichst plan aufliegen, bevor mit der Verschraubung begonnen wird. Um die Schrauben für die Zylinderkopfdichtung anziehen zu können, geht man nach einem spezifischen Muster vor. Hierbei werden die innen liegenden Schrauben zuerst angezogen, und zwar nicht zu fest, sondern nur mit einer ganz bestimmten Kraft. Dann arbeitet man sich entweder spiralförmig oder über Kreuz von innen nach außen vor. Alle Schrauben werden dabei zunächst gleich lose angezogen, sodass sich die Anzugskraft von innen nach außen gleich verteilt. Diesen Vorgang wiederholt man dann noch ein oder sogar zweimal mit einem Drehmomentschlüssel und arbeitet sich dabei immer in der gleichen Reihenfolge vor. Weiterhin sollte man darauf achten, neue Schrauben zu verwenden, da die alten nach dem Ausbau meistens nicht mehr zu gebrauchen sind.
10. Januar