Kaum jemand nimmt sich in der modernen Welt noch Zeit, um einen eigens handschriftlichen Brief zu verfassen. Doch egal, ob es das Liebesbrief schreiben oder Tagebuch führen ist. Das Schreiben ist nicht wegzudenken.
In unserer modernen Welt, in der das Internet und Mobilfunktelefon Einzug gehalten hat, findet das Liebesbrief schreiben in seiner ursprünglichen Form kaum noch Anwendung.
Das Internet ist eines der am häufigsten genutzten Medien zum Austausch von Liebesnachrichten und bietet zudem eine Vielzahl an Möglichkeiten seine Worte zu untermalen. Das Anhängen von Bildern und kleinen Filmen oder das Bestärken von Gefühlen mithilfe geeigneter Emoticons ist Normalität bei dem Verfassen einer E-Mail geworden. Ganz besonders Videochats sind bei Internetnutzern, die in einer Fernbeziehung leben, kaum noch wegzudenken. Über weite Entfernungen ist es möglich, den eigenen Partner zu sehen und zu hören. Im Gegensatz zu der schnellen Nachrichtenvermittlung ist das Briefeschreiben für viele ein zu großer Aufwand. Heutzutage wird kaum noch Geld für Briefpapier ausgegeben, sondern für Stromkosten sowie Internet- und Telefonrechnungen. Hat man früher sehr viel Mühe in einen Liebesbrief gesteckt, ihn einparfümiert und mit Kussmund versehen, bleibt das Schreiben einer E-Mail zwar unpersönlicher ist aber die schnellere Alternative.
Die einen empfinden Liebesbriefe schreiben als kitschig, die anderen als sehr romantisch. Vor allem Frauen setzen auf die Wirkung von Liebesbriefen. Die Freude über den Erhalt einer handgeschriebenen und selbst verfassten Liebesbekundung ist groß und stärkt die Bindung zweier Liebenden.
Nicht nur für das Liebesbrief schreiben besinnen sich die Menschen auf alte Gebräuche. Um den hektischen Alltag hinter sich zu lassen, fangen viele an zu schreiben. Neben virtuellen Tagebüchern bleiben auch originäre Tagebücher beliebt. Gedanken, die man ungern teilen mag, finden die Möglichkeit aufgeschrieben zu werden. Das Schreiben wird so ein Ventil und eine Art Selbsttherapie, die es erlaubt, belastende Gedanken und Gefühle abzubauen und die Seele zu beruhigen. Aber auch schöne Momente und ganz persönliche Erinnerungen, wie der erste Kuss, werden so auf Lebenszeit und darüber hinaus gespeichert. Die Leidenschaft des Schreibens bleibt auch im 21. Jahrhundert fester Bestandteil der Gesellschaft.
22. Juni